Ordnung in den Finanzen - Ruhe im Kopf

Wie viel geht monatlich für Energiekosten, Lebensmittel oder Versicherungen drauf? Ein Haushaltsbuch verschafft mehr finanzielle Klarheit und somit auch psychische Ruhe. Foto: djd/Geld und Haushalt/Peter Himsel
Wie viel geht monatlich für Energiekosten, Lebensmittel oder Versicherungen drauf? Ein Haushaltsbuch verschafft mehr finanzielle Klarheit und somit auch psychische Ruhe. Foto: djd/Geld und Haushalt/Peter Himsel

Mit einem Haushaltsbuch und Durchblick beim Geld zu mehr Ausgeglichenheit finden

 

(djd). Wenn das Geld chronisch knapp ist und kaum bis zum Monatsende reicht, kann die Ungewissheit zur psychischen Belastung werden. Viele Menschen kennen dieses Gefühl, gerade in Zeiten steigender Preise und hoher Energieausgaben. Dauerstress, Schlafprobleme oder Konflikte in der Partnerschaft und der Familie können zu den Folgen zählen. Die wenigsten können ihre monatlichen Einnahmen beliebig erhöhen - umso wichtiger ist es somit, die Ausgaben im Blick zu behalten. Denn mit mehr finanziellem Durchblick kehrt oft auch wieder mehr innere Ruhe ein.

 

Für finanzielle Transparenz sorgen

 

Die Ausgaben ausschließlich nach Gefühl zu steuern, ist keine gute Idee. Denn die Unsicherheit, ob das Geld bis zum Monatsende reicht, geht mit der Zeit an die eigene Substanz und belastet die Psyche, sagt Korina Dörr, Leiterin des Beratungsdienstes Geld und Haushalt: "Die beste Methode dagegen ist das Aufschreiben der Einnahmen und Ausgaben, um zu mehr Transparenz und damit auch mehr Ordnung zu finden." Der einfachste Weg dahin führt über ein Haushaltsbuch. Dort werden im ersten Schritt alle regelmäßigen Einnahmen festgehalten. Den zweiten Schritt bilden alle wiederkehrenden Ausgaben - beispielsweise für Miete, Kredite, Strom und Heizen, Streamingabos und mehr. Tipp: Auch kleine Beträge nicht vergessen. Dabei hilft es, einfach die Kontoauszüge oder das Online-Banking durchzugehen. Die Differenz der regelmäßigen Einnahmen und festen Ausgaben ergibt das monatliche Budget, das frei ausgegeben werden kann. "Bei den meisten Menschen bewirkt dies einen Aha-Effekt, weil sie bisher nur vermutet haben, wie viel Geld eigentlich für den Alltag zur Verfügung steht", so Korina Dörr weiter.

 

Mehr Kontrolle bei veränderlichen Ausgaben

 

Eine Faustregel lautet: Die festen Ausgaben sollten nicht mehr als 60 Prozent der Einnahmen betragen, damit genügend Spielraum auch für unvorhergesehene Dinge bleibt. Zur Budgetkontrolle werden laufend die alltäglichen Ausgaben notiert. Das ist beispielsweise mit der Broschüre "Mein Haushaltsbuch" möglich, die kostenfrei unter 030-20455818 oder www.geld-und-haushalt.de erhältlich ist. Auf der Website gibt es zusätzlich zur gedruckten Variante auch ein Online-Haushaltsbuch („Web-Budgetplaner“) und Vorlagen zum Ausdrucken. Die "Finanzchecker"-App ist kostenfrei im Google PlayStore oder im AppleStore downloadbar. Wer noch mehr Kontrolle möchte, kann sich selbst feste Budgets, beispielsweise für Kleidung, Freizeit oder Kosmetik vorgeben. Noch ein Tipp: Die Ausgaben am besten jeweils einer Kategorie zuordnen, zum Beispiel Ernährung, Körperpflege, Mobilität oder Kommunikation. So ist am Monatsende transparent, in welchen Bereichen die meisten Ausgaben anfallen.